Geschäftsbericht und Jahresrechnung 2025 der Planungsregion Kandertal
Vorwort des Präsidenten
Wir blicken für unsere Planungsregion Kandertal auf ein bewegtes Jahr zurück:
Positiv war die Inkraftsetzung des regionalen Teilrichtplans touristische Mountainbike-Routen. Damit wurde nach langer Planungsphase ein wichtiger Meilenstein erreicht. Nun ist es wichtig, die Umsetzung voranzutreiben. Das Ziel ist klar: Wir brauchen in unserer Region ein ganzheitliches, zusammenhängendes und attraktives Mountainbike-Angebot. Dazu ist eine enge Zusammenarbeit zwischen allen Leistungsträgern nötig, also der Gemeinden, Tourismusorganisationen und Bergbahnen sowie auch weitere Partner. Der Aufbau der nötigen Trägerstrukturen ist ein wichtiges Ziel für das kommende Jahr.
Ein Schock für die Region war hingegen im Frühjahr 2025 die Ankündigung der Spitäler fmi AG, die Geburtenabteilung am Spitalstandort Frutigen zu schliessen. Wir brauchen im Kandertal für Einheimische wie für Gäste eine bedarfsgerechte, professionelle und bezahlbare Gesundheitsversorgung, mit kurze Wegen für Notfälle sowie für häufige Anliegen und Bedürfnisse. Das geht aber nur, wenn alle Leistungserbringenden künftig noch enger zusammenarbeiten und gut miteinander vernetzt sind. Unsere Region wird sich deshalb für den Aufbau eines Gesundheitsnetzwerks Kandertal einsetzen.
Dazu ist die Planungsregion im regelmässigen Kontakt mit den Verantwortlichen der Spitäler fmi AG, und bietet sich als Plattform für den Austausch unter den Leistungserbringenden an.
Eine der Kernaufgaben der Planungsregion Kandertal ist die regionale Abbau- und Deponieplanung. Diverse Grossprojekte, namentlich die ausserordentliche Lage in Kandersteg mit dem Spitzen Stein, der Vollausbau des Lötschberg-Basistunnels sowie die Räumung des Munitionslagers Mitholz und dem damit verbundenen Plan des Baus eines Umfahrungstunnels, führen zu einem grossen Mehrbedarf an Ablagerungsvolumen, dessen Auswirkungen auf die regionale Planung teilweise noch unklar sind.
Insbesondere betreffend des Lötschbergtunnels musste auf diversen Ebenen interveniert werden, um den Anliegen der Region Gehör zu verschaffen. Es muss ein Schwerpunkt des kommenden Jahres sein, für alle Parteien tragbare Lösungen zu finden.
Nicht zuletzt wurde das vergangene Jahr durch Wechsel auf der Geschäftsstelle der Planungsregion Kandertal geprägt: Andreas Grünig, seit 2012 Geschäftsführer, übergab die Geschäftsführung anfangs 2025 an seine Nachfolgerin Evelyn Coleman Brantschen, und trat Ende Juni aus der Geschäftsstelle aus. Für sein jahrelanges Engagement für unsere Region danken wir Andreas Grünig nochmals ganz herzlich und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.
Seit August 2025 verstärkt Christian Schneider die Geschäftsstelle. Er hat als junger Raumplaner bei uns seine erste Stelle angetreten.
Ich danke unseren Mitarbeitenden der Geschäftsstelle für ihr engagiertes Wirken und wünsche weiterhin viel Freude und Erfüllung in ihrer Tätigkeit.
Ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen in der Geschäftsleitung herzlich für die stets konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Nur gemeinsam kann es uns gelingen, unsere Region voranzubringen und deren Interessen wirkungsvoll gegen aussen zu vertreten.
Ernst Wandfluh, Präsident
